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Der Orgazmik Bär macht sich bereit


Einblick in die Halle


Mädels in Autogramm-Position


Die süsse Blonde...


Der Bär lässt es sich bei Tanya Tate gut gehen...
Adult Entertainment Expo 2011

Von: Peach Ball, ORGAZMIK Redaktor
Januar 2011


Für den international tätigen Erotikhandel ist sie nachwievor ein Muss: Die ADULT ENTERTAINMENT EXPO (AEE) in der Spielerstadt Las Vegas. Aber auch für Pornofans ist dies die erste Adresse um an Autogramme und Fan-Fotos mit seinem Liebling zu kommen. An keiner anderen Messe ist eine derart grosse Zahl bekannter Pornomädels vertreten wie in Vegas. Orgazmik Redaktor Peach Ball hat die Veranstaltung besucht.

Die AEE fand auch dieses Jahr traditionell im Sands Expo Center beim Venetian Hotel statt. Seit letztem Jahr ist jedoch neu, dass die parallel statt findende CONSUMER ELECTRONICS SHOW (CES) komplett ins Las Vegas Convention Center umgezogen ist. Die Zeiten wo sich in den Gängen Scharen von Computer-Nerds mit einer Horde Pornogirls vermischten sind also vorbei. Dem Veranstalter mag dies zwar einige Besucher gekostet haben, dafür war die Atmosphäre auch etwas ruhiger. Wie üblich war der erste Tag für den Fachhandel und die Presse reserviert. In keinem anderen Jahr habe ich aber so viele Typen mit Fotokameras gesehen. Offensichtlich wurde diesmal auch jeder mit einem Blog oder einem Twitter-Account als Presse akkreditiert.

Produzenten wie Evil Angel, Digital Playground, Wicked Pictures und Hustler waren wie üblich mit einem grossen Stand vertreten und liessen ihre Stars auflaufen. Vermisst habe ich einen Stand von Vivid und Bang Bros., beide waren in vergangenen Jahren noch präsent. Auch Digital Sin/New Sensations sowie Zero Tolerance waren nur mit einer "Business Suite" vor Ort - einem kleinen Konferenzraum für Geschäfte abseits des Fan-Rummels. Unterm Strich war es die bislang kleinste AEE, die ich besucht habe.

Eine der ersten Fragen, die man sich beim Betreten einer Messe stellt ist, was gibt es Neues? In dieser Beziehung werden die Kollegen von der Computermesse bestimmt deutlich mehr zu berichten haben. Nebst zwei, drei interessanten neuen Sextoys blieben die Sensationen weitgehend aus. Erstaunlich war sogar, dass im Gegensatz zur vergangenen Venus-Messe in Berlin absolute Funkstille zum Thema "3D" herrschte. Kein Stand mit 3D-Fernseher, keine Produktionen. Lediglich Hustler hat seine 3D Avatar Parodie in einem Hinterzimmer vorgeführt und der italienische Produzent Pinko erwähnte abseits der Messe die Veröffentlichung ihres 3D-Films CASINO 45 im März. Nach Aussage anderer Produzenten lohne es sich derzeit einfach nicht, gross in 3D zu investieren. Die Produktion sei teuer und 3D-Equipment bei den Konsumenten noch kaum vorhanden. Das alte Henne-Ei Problem. Immerhin kann sich die Mainstream-Branche auch nicht mit einer Schwemme an 3D-Filmen brüsten. Derzeit sind nämlich auch nur knapp ein Dutzend Titel verfügbar. Ein grosser Teil davon sind Animationsfilme, welche aus technischer Sicht viel einfacher in 3D ausgegeben werden können, da bereits im Computer erstellt.

Man merkt, dass die Branche im Umbruch ist. Es wird versucht neue Wege einzuschlagen. Im Kampf gegen illegale Downloads haben inzwischen einige Produzenten angefangen, gegen die "Sünder" nach Vorbild der Musik- und Filmindustrie zu klagen. Offensichtlich mit Erfolg, unter vorgehaltener Hand habe ich mehrfach gehört, dass mit Vergleichszahlungen die verlorenen Umsätze mehr als kompensiert werden. Letztendlich ist das sicher kein schöner Weg und ob es längerfristig Sinn macht, seine Klientel zu verklagen, sei dahingestellt. Vergessen darf man hingegen nicht: Grosse Pornoproduktionen verschlingen fünf- bis sechstellige Summen. Es verdienen unzählige Menschen ihren Lebensunterhalt damit, von Darstellerinnen über Cutter bis zum Grafiker. Kaum einer kann sich erlauben umsonst zu arbeiten, daher ist es irgendwie zu verstehen, dass sich Produzenten versuchen zu wehren.

Dass mittlerweile fast jede Pornodarstellerin eine eigene Webseite inklusive Bezahlinhalten hat, ist keine Neuigkeit mehr. So gab es dann auch diesmal einige Stände von Girls, die sich ausschliesslich selbst vermarkteten. Sehr beliebt ist es mittlerweile, auf den Parodien-Zug aufzuspringen. So hat inzwischen fast jedes Label mindestens eine Parodie in Aussicht oder bereits veröffentlicht. Absoluter Guru in diesem Bereich ist Regisseur Lee Roy Myers, welcher sich unter anderem für den Erfolgstitel THE BIG LEBOWSKI XXX verantwortlich zeigt. Ich hatte das Glück mit ihm und Regisseur-Kollegen Oren Cohen (Low Art) essen zu gehen.

Beides sind Herren einer neuen Generation und ich war erstaunt, wie engangiert sie sich in der Filmwelt bewegen. Sie beherrschen das Handwerk des modernen Filmens von Seiten der Inzenierung wie auch der Technik, unter anderem durch Ausbildungen an der Filmakademie. Oren Cohen meinte zum Beispiel, dass er ausschliesslich mit 16mm oder 35mm-Kameras auf echtem Filmmaterial dreht. Lee Roy bevorzugt hingegen die Arbeit mit Canon 5D Fotokameras, die ebenfalls HD-Material aufnehmen können. So wird beispielsweise auch die US-Krimiserie "Numbers" so produziert. Myers und Cohen sind zwei regelrechte Freaks, die mir zeigen, dass es der Pornobranche gut tut, mal durchgerüttelt zu werden. Denn Qualität und neue visuelle Ansätze sind Dinge, die dem Genre wieder Auftrieb geben können. Und Branchendinosaurier werden zum Umdenken oder Abtreten gezwungen.

In Erinnerung bleibt mir das kurze Treffen mit Jenna Haze und James Deen, beide konnten sich noch an die früher überreichte Orgazmik Award-Tasse erinnern, Haze bekam gar eine neue. Wie mir Lee Roy Myers erzählte, trinkt Deen gar regelmässig seinen Kaffee daraus. Zeit war auch für ein Interview mit Shooting-Star und Digital Playground Contract Girl Riley Steele, die hübsche Blondine hat brav und professionell alle Fragen beantwortet. Leider klappte der Interview-Termin mit Tori Black nicht, da sie bereits im Vorfeld durch ihre Agentur LA Direct Models sehr unfreundlich und unkooperativ abgeschirmt wurde. Für ein kurzes Treffen und die Ueberreichung der Orgazmik-Tasse für "Best Eyecatcher" reichte es vor Ort aber trotzdem noch.

Spass an der Messe hatte natürlich auch der Orgzmik Pimmelbär. So konnten es die Girls nicht lassen, seinen Schwanz zu küssen oder ihn zwischen die Brüste zu drücken. Was für ein glücklicher Kerl!

Am Samstag Abend war für viele Darstellerinnen dann der Höhepunkt: Die alljährliche AVN Award Verleihung. Roter Teppich, Limousine, Blitzlicht-Gewitter. Aber der Vergabe von diesmal sage und schreibe 155 Awards blieb ich fern, lieber ein gutes Steak mit Freunden essen als auf einem engen Sitz einzuschlafen.


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