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Schlägt man eine Sammlung von Biografien ‘seriöser’ Schauspieler auf, so müsste man dort eigentlich auch ihr Porträt finden, Sydnee Steeles. Denn wenn es eine Pornodarstellerin gibt, die nicht bloss den Arsch hinhält, sondern sich mit schauspielerischen Leistungen einen Namen gemacht hat, wie sie im heutigen Pornobusiness nicht alltäglich sind, dann dürfte das die brünette Amerikanerin sein. Abgesehen vom Meisterwerk EUPHORIA, für das Sydnee Steele anno 2002 endlich als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde, lässt sich eine ganze Reihe hochklassiger Edel-Produktionen aufzählen: DREAM QUEST, TURNING POINT und FALLING FROM GRACE, um nur eine Handvoll zu nennen.
Im Pornobusiness angefangen hat Sydnee Steele 1998 mit dem Film QUEEN'S CHALLENGE, und zwar gleichzeitig mit ihrem damaligen Ehemann, dem Regisseur Michael Raven (PARADISE LOST), mit dem sie von 1991 – 2001 verheiratet war. Motiviert war der Einstieg dadurch, dass Sydnee und ihr Mann ein experimentierfreudiges Sexleben genossen, wodurch der Weg erst in die Swingerszene führte, bald aber auch ins Pornbiz. Bereut hat die in Dallas geborene Luxusmieze diesen Schritt nie. Im Gegensatz zu vielen Starlets, die – einmal berühmt geworden – das Pornobusiness als frauenverachtenden Moloch verschreien, bricht Sydnee eine Lanze für eine Industrie, mit der sie bloss gute Erfahrungen gemacht hat und in der sie sich nach wie vor sauwohl fühlt.
Am liebsten dreht Sydnee Steele übrigens Fetisch- und Bondage-Produktionen, weil diese ihren persönlichen Vorlieben entgegenkommen. Oral steht bei ihr, kaum überraschend, ebenfalls hoch im Kurs. Müsste sie sich zwischen Hetero- und Lesboszenen entscheiden, würde Sydnee zwar den Männern den Vorzug geben, auf Sex mit anderen Mädchen verzichten möchte sie allerdings nicht. Glücklicherweise steht keine derartige Entscheidung ins Haus, und Sydnees enorme Fangemeinde schätzt die Begeisterung, mit der ihr Star sowohl Männlein wie Weiblein immer wieder offensichtlich an den Rand des Wahnsinns bringt. Ambitionen, selber Regie zu führen, hegt die Amerikanerin mit griechischen Wurzeln keine – sondern möchte noch möglichst lange vor der Kamera stehen. Ganz in unserem Sinne, liebe Sydnee.
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