|
Sasha Grey ist eine grosse Ausnahme - diese Tatsache spiegelt sich schon alleine darin, dass ihr an dieser Stelle als bisher jüngster Pornodarstellerin, im zarten Alter von lediglich 20 Jahren, ein Portrait gewidmet wird. Diese Ehre gebührt im Normalfall ausschliesslich älteren Semstern mit einer Filmographie, über die selbst die Portraitierten selber längst den Überblick verloren haben. Es handelt sich aber nicht einfach um ein Geschenk an eine junge Amerikanerin, sondern ein logisches Kapitel im Leben eines ausserordentlichen Talentes. Aber Sasha schreibt auf ihrer persönlichen Website selber: "Es gibt noch nicht wahnsinnig viel über mich zu sagen. Schliesslich bin ich noch nicht tot - und damit sind wir noch meilenweit von meiner vollständigen Biographie entfernt."
Mit 18 fing sie an Pornos zu drehen und hat bereits zwei Jahre später aussergewöhnlich viel geleistet, sich einen Namen gemacht und ist nicht mehr einfach eine unter vielen. Bereits Ende 2006 hatte sie einen legendären Auftritt in FREAKY FIRST TIMERS, in dem sie überzeugend vorgab, bisher erst eine Anal-Erfahrung gehabt zu haben - und diese sei katastrophal gewesen. In besagtem Film versprach sie, es nochmals zu versuchen, tat es - und erfüllte mit Bravour. Die Folge war die Nomination zum Orgazmik-'Blickfang', fortan war und blieb sie im Fokus, nicht nur der Redaktion, sondern der ganzen Pornowelt.
Die Filmographie der jungen Darstellerin wächst unaufhörlich, und die Erfolge nehmen zu. Ihre Anfangs 2008 mittlerweile über 100 Auftritte in Filmen sind vielbeachtet, und jede Ankündigung auf eine neue Produktion mit Sasha Grey auf der Cast-Liste löst ein grosses Echo aus. Warum ist das so? Wie ist aus diesem jungen Mädchen in so kurzer Zeit ein angesehenes Pornosternchen - oder besser: Pornostar - geworden? Was hebt die eine überhaupt von den andern ab? Der Werdegang ist schnell erzählt und wesentlich unspektakulärer als derjenige vieler ihrer Kolleginnen. Keine unglückliche Kinderstube, keine Tänzerinnen- oder Model-Karriere, die im anrüchigen Sexfotostudio endete. Völlig 'normal' hatte Sasha mit 16 zum ersten mal Sex, entschied sich mit 17, so schnell wie möglich ins Pornobusiness einzusteigen und tat dies dann auch kurz nach ihrem 18. Geburtstag. So zielstrebig der Einstieg, so entschieden auch ihr Körpereinsatz. Den ersten Dreh hatte sie mit Rocco Siffredi. Es handelte sich um den Film THE FASHIONISTAS, wofür sie 2007 auch gleich an den AVN-Awards für die beste Gruppensex-Szene ausgezeichnet wurde. In eben dieser forderte sie ihren Partner auf, sie in die Magengrube zu boxen, was der ablehnte. Diese (fürs erste noch verhinderte) grobe Gangart sollte fortan eines der wichtigsten Markenzeichen Greys werden. Sie selber sagt über sich, dass sie sich zum Ziel gesetzt hat, ihre eigenen persönlichen Grenzen auszutesten und stets hart am Limit zu arbeiten - oder auch mal etwas darüber. Das äussert sich darin, dass sie bei den Drehs jeweils das Äusserste gibt, bei Blowjobs erst so richtig scharf wird, wenn sie das Glied tief in ihrem Hals spürt und ihre Nase hart gegen den Bauch des Besitzers presst. Zudem liebt sie Ohrfeigen und Würgen, Spucken und bespuckt zu werden, also die etwas spezielle Form von Liebkosung. Neben der persönlichen Befriedigung hat dies ihren Kultstatus zur Folge - und den bisherigen Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere, den AVN-Award für die "Darstellerin des Jahres".
Geht jemand ab wie eine Rakete, im Bett und karrieremässig, ruft das in der Regel Neider auf den Plan. Das ist auch bei Sasha Grey nicht anders. Es tauchen immer wieder Behauptungen auf, dass 'dies' ohne Einnahme von Drogen nicht geleistet werden könne, das Mädchen sei 'eindeutig' drogensüchtig. Sasha selber dementiert immer wieder, allerdings etwas halbherzig. Möglich ist natürlich, dass an diesem Gerücht was Wahres dran ist. Es darf aber eher vermutet werden, dass sie sich lieber um sich und ihre Karriere kümmert, als ums Dummgeschwätz um ihre Person. Damit hat sie nämlich mehr als genug zu tun, widmet sie sich doch zwischen den Drehpausen auch noch ihrer experimentell-musikalischen Laufbahn mit dem Projekt "ATelecine".
|