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Zu den umstrittensten, gleichzeitig aber auch erfolgreichsten Pornoregisseuren Europas gehört zweifellos John Thompson aus München (Deutschland). Bevor er 1997 seine eigene Produktionsfirma 'John Thompson Productions' gründete, arbeitete er als Regisseur und Kameramann beim deutschen Label 'Puaka' (unter anderem wird ihm der Film DER KONSUL zugeschrieben). Die wesentlichen Hauptmerkmale eines Films von John Thompson sind ausufernde Spermaspiele (beispielsweise 'Cumswapping'), rücksichtslose Gesichtsbesamungen ('Facials'), Abspritzer mehrerer Männer über das Gesicht einer Darstellerin ('Bukkake') oder direkt in ihren Mund ('Gokkun'). In zweiter Linie spielen auch harter Analsex und Lesbenpraktiken eine zentrale Rolle. Die Darstellerinnen in Filmen von John Thompson sind oft deutsche Amateurinnen oder Neueinsteigerinnen aus dem europäischen Raum. Nur selten sind auch bekanntere Darstellerinnen (wie z.B. Lara Stevens in SPRITZ MICH VOLL, DU SCHWEIN) mit von der Spritzpartie. Dagegen verhalf John Thompson bereits mehreren Darstellerinnen wie Annette Schwarz oder Maren Beautte zu einer internationalen Karriere und der legendären Betty G. zu einer Art Kultstatus.
Die erste und bekannteste Serie von John Thompson dürfte die Filmreihe 'GGG' (was soviel bedeutet wie: 'German Goo Girls') sein. Als erste Ausgabe erschien 1998 der 'GGG'-Film DIE SPERMADEMÜTIGUNG. In den letzten Jahren sind zusätzlich seine Serien '666', 'John Thompson', 'Sexbox' und zuletzt 'MM' (sprich: 'Mädchenmund') auf dem Markt erschienen. Die verschiedenen Serien setzen zwar unterschiedliche Schwerpunkte, werden aber grundsätzlich für ein ähnliches Publikum produziert. Während bei 'GGG' (Thema: Sperma) und 'John Thompson' (Thema: Hardcore) nur feine Unterschiede auszumachen sind (meistens in Bezug auf die Qualität der Besetzung), unterscheiden sich die restlichen Serien doch in mehreren Punkten: '666' wendet sich hauptsächlich an 'Liebhaber von Natursekt (Urophilie)', während bei 'Sexbox' auch noch eine zusätzliche Komponente aus dem S/M-Bereich hinzukommt (die beiden zuletzt genannten Serien sind in der Schweiz verboten und sorgten auch in Deutschland schon mehrfach für rote Ohren: 'Sexbox 15' wurde beispielsweise beschlagnahmt.). In der jüngsten Serie 'Mädchenmund' kommen vorwiegend Teenies (die Volljährigkeit wird dabei vom Produzenten versichert), eingebunden in groben Stories, zum Einsatz.
Während John Thompson, dem in den 70ern Verbindungen zu Rainer Werner Fassbinder nachgesagt werden, in der amerikanischen Szene Regisseure wie Brandon Iron oder Mike John massgeblich beeinflusste, widerfährt ihm in Europa viel Missgunst und Kritik. Nicht nur wird ihm in einer breiten Gesellschaftsschicht sein grobschlächtiger Stil als frauenfeindlich vorgeworfen, auch unter Kollegen gilt 'Onkel John' bei vielen als Reizfigur. Trotz oder vielleicht gerade wegen seiner besonderen Positionierung finden die Arbeiten von John Thompson auch einen hohen Absatzmarkt und reges Interesse. Obwohl die Filme von Thompson für ein männliches Publikum produziert werden, finden sich vereinzelt auch Frauen von seiner düsteren Filmästhetik angesprochen. Die Beliebtheit seiner Filme mag unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass er in einer unvergleichlich direkten und ungeschönten Weise die Sexualität in einer animalischen Triebhaftigkeit darstellt. Dies kann daher auf Zuspruch stossen, da dies ansonsten gesellschaftlich als nicht akzeptabel aufgefasst wird. Somit kann durch den Konsum seiner Filme eine ansonsten nicht tolerierte Handlungsweise erfahren werden. Die Kiste der Pandora funktioniert also immer noch!
Um kaum eine andere Pornoproduktion ranken sich so viele Gerüchte wie um die 'GGG Filmproduktion und Vertrieb e.k.' in München. Wenn von mafiaähnlichen Methoden die Rede ist, gleiten viele Geschichten gerne ins weite Land der Fantasie ab. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass John Thompson seine Firma vermutlich aus rechtlichen Gründen an seine Lebensgefährtin Kerstin Gotzmann überschrieb. Freilich wird Meister Thompson am Set oft nicht ganz zu Unrecht als autoritärer Schreihals bezeichnet, doch an welchem Filmset (auch bei einer Fernseh- oder Mainstream-Produktion) wird es nicht mal laut? Und um eine Fickmaschinerie wie 'GGG' einigermassen im Griff zu behalten, muss schon mal der eine oder andere laute Ton geblasen werden! Sicher ist, dass John Thompson seine Darstellerinnen im Grossen und Ganzen fair behandelt. In der Regel melden sich seine zukünftigen Darstellerinnen über Zeitungsinserate für ein Fotoshooting in Unterwäsche. Bei diesen Shootings (www.john-thompson-models.com) klärt Thompson mit einem Fragebogen ab, ob die Mädels unter Umständen auch für intimere Aufnahmen und mehr zu haben wären (z.B. Annette Schwarz). Einige Girls werden vielleicht auch durch das Schild '1250 Euro in 8 Stunden' im Eingangsbereich des Studios angelockt... Andere Kontakte entstehen über einschlägige Castingagenturen wie das Czyberstudio in München (www.czyberstudio.de) oder die deutsche Modelkartei (www.model-kartei.de). Wiederum gibt es Mädchen wie Cissie und Marina, die neben ihrer Filmkarriere auch als Prostituierte arbeiten. Früher mietete John Thompson für seine Drehs Discos und Klubs wie das 'Shockers' (später 'The Doom') an, seit seinem Umzug an die Leopoldstrasse 82 (im Gebäude vom 'Skyline') dreht er in seinen eigenen Räumen. Beim Dreh mit 'JT' sind üblicherweise mehrere Mädchen (darunter einige Newcomers, sowie Darstellerinnen mit Exklusivvertrag) am Start, die oft zuerst von Regisseur John Thompson interviewt, anschliessend von Soldstechern wie Ronny Rosetti und Dirc Dandy nach Strich und Faden durchgefickt und vollgespritzt werden. Später dürfen dann auch noch gesichtslose Amateure ihren Saft dazugeben (natürlich nach der Prüfung ihres HIV- und Hepatitis-Tests). Früher mussten die Amateure für ihren Spass bezahlen, neuerdings ist die Teilnahme kostenfrei. John Thompson ist nun mal nicht nur ein genialer Pornofilmer, er ist auch ein guter Geschäftsmann!
Aus dem Privatleben von John Thompson dringen nur wenige Informationen an die Öffentlichkeit. Er wird einerseits als liebenswert und humorvoll geschildert, andererseits aber auch in gewisser Weise als furchteinflössender Kontrollfreak. Der technische Standard seiner Filme lässt vermuten, dass er über eine fundierte Ausbildung in Film und Fotografie verfügt. In den Strassen von Schwabing gilt John Thompson als passionierter 'Bentley'-Fahrer und auch enge Kontakte zum deutschen Motorradklub 'Gremium MC' werden ihm nahegelegt (oder zumindest lassen Bilder in seinem Büro darauf schliessen - zu sehen im Film SÜSSE 18 UND SCHON SPERMAGEIL).
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